FAQs im Rettungsdienst

Wann kommt der Rettungswagen mit Blaulicht und Signalhorn?

Wenn aufgrund der Schilderungen des Ereignisses der Mitarbeiter der Leitstelle den Eindruck gewinnt, dass schwere gesundheitliche Schäden drohen, werden für die Anfahrt zum Einsatzort Blaulicht und Signalhorn eingesetzt. Das ist z. B. der Fall bei stark blutenden Verletzungen, starken Schmerzen oder ernsten Kreislaufbeschwerden.

Wann ist ein Notarzt erforderlich?

Für den Einsatz eines besonders ausgebildeten Notarztes gibt es verbindliche Einsatzindikationen. Dazu gehören alle akut lebensbedrohlichen Zustände wie Herzinfarkt, Schlaganfall, schwere Bewusstseinsstörung oder Atemnot, ein schwerer Unfall oder starke Schmerzen.

Je nach Schilderung der Situation vor Ort werden Rettungswagen und Notarzt gleichzeitig alarmiert. Wenn das nicht der Fall ist, kann die Besatzung des Rettungswagens den Notarzt bei Bedarf jederzeit nachfordern.

Muss der Rettungswagen auch in der Nacht mit Signalhorn fahren?

Ja, das ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden. Nur in diesen Ausnahmefällen mutet es das Straßenverkehrsrecht den Anwohnern zu, den Lärm des Einsatzfahrzeuges zu ertragen. Die sogenannte „Alarmfahrt“ ist im Alltag des Rettungsdienstes nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

Warum kann ich von der Besatzung des Rettungswagens nicht eine Spritze oder eine Tablette bekommen und zuhause bleiben?

Der Rettungsdienst ist Notfallrettung. Das bedeutet, er kann und soll die hausärztliche Versorgung nicht ersetzen. Viele Medikamente, die der Hausarzt verschreiben würde, sind im Rettungsdienst nicht vorhanden. Nur Notfallmedikamente mit besonders starker Wirkung kommen hier zur Anwendung. Außer in lebensbedrohlichen Notfällen sind die Rettungsassistenten nicht befugt, Medikamente ohne ärztliche Verordnung zu verabreichen. Für die Verabreichung eines Medikamentes ist außerhalb der Sprechstunden der Arztpraxen der kassenärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 zu erreichen.

Alternativ kann die Notdienstpraxis aufgesucht werden:

Johanniter GmbH - Evangelisches Krankenhaus Bethesda

Ludwig-Weber-Straße 15, 41061 Mönchengladbach

Telefon 02161 981-2510

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag und Donnerstag               19:00 – 23:00 Uhr

Mittwoch und Freitag                                  14:00 – 23:00 Uhr

Samstag, Sonntag und Feiertag                    09:00 – 23:00 Uhr

Wer trägt die Kosten eines Rettungsdiensteinsatzes und wie hoch sind diese?

Für medizinisch notwendige Einsätze stellt der am Einsatz beteiligte Notarzt oder der Arzt im Aufnahmekrankenhaus eine Transportverordnung/Rezept aus. Diese Verordnung wird bei gesetzlich Versicherten durch den Rettungsdienst bei der Krankenkasse eingereicht und von dieser bezahlt. Für Krankentransporte, also alle nicht dringlichen planbaren Fahrten mit dem Krankenwagen benötigt der Patient eine vorher von seinem Arzt ausgestellte Verordnung und ggf. eine Genehmigung der Krankenkasse (siehe Artikel "Krankentransport").

Privatpatienten sind Selbstzahler. Für sie gelten die Regelungen der jeweiligen privaten Krankenversicherer.

Die Kosten für die Leistungen des Rettungsdienstes sind in der Gebührenordnung der Stadt Mönchengladbach festgelegt (http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/37-1_2014-10.pdf).

Können Angehörige den Patienten im Rettungswagen begleiten?

Sofern es medizinisch sinnvoll ist und aus Gründen der Verkehrssicherheit verantwortbar, kann ein Angehöriger in der Regel im Rettungswagen mitfahren. Ein Anspruch darauf besteht jedoch nicht und liegt im Ermessen der Besatzung des Rettungswagens.

 

Kann Gepäck des Patienten mitgenommen werden?

Für übliches Gepäck ist auch im Rettungswagen Platz. Große Mengen Gepäck oder Gegenstände, die sich im Fahrzeug nicht sichern lassen, können nicht transportiert werden. Das gilt auch für spezielle Gegenstände, z. B. elektrische Rollstühle, Fernseher sowie lose Gegenstände wie Flaschen oder Ähnliches. Im Notfall reichen zumeist ein Bademantel und etwas Wäsche für die erste Nacht. Bedenken Sie bitte auch, dass die medizinische Versorgung Vorrang vor dem Reisegepäck hat.

Muss ich in ein bestimmtes Krankenhaus?

Grundsätzlich besteht freie Krankenhauswahl. Die Besatzung des Rettungswagens bzw. der Notarzt werden Ihnen das nächstgelegene geeignete Notfallkrankenhaus empfehlen, welches aufnahmebereit ist. Mitunter stehen auch mehrere Häuser zur Verfügung. Das Bestehen auf ein nicht geeignetes Krankenhaus kann in einer weniger optimalen Versorgung resultieren. In der Regel wird versucht, einen Patienten wegen bereits bekannter Erkrankungen in einem Haus unterzubringen, das ihn schon behandelt hat.

Ich habe meine elektronische Gesundheitskarte (eGK) nicht zur Hand. Ist das ein Problem?

Nein, natürlich nicht. Die Gesundheitskarte erleichtert zwar administrative Dinge und sollte bereitgelegt werden, ist aber nicht Voraussetzung für die rettungsdienstliche Versorgung. Wir werden Ihre Daten dann handschriftlich notieren und an das Krankenhaus weitergeben.

Nicht fündig geworden und Ihre Frage ist offen geblieben? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beantworten Ihre Frage gerne!

Stadt Mönchengladbach

Fachbereich 37 - Feuerwehr

41050 Mönchengladbach

02166 9989-2301/2302

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